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ZDF Werbefernsehen
 

Volles Haus beim 6. TV-Wirkungstag in Frankfurt


Zum Auftakt des Kongresses legte Stephan Grünewald, Chef des renommierten Instituts Rheingold, das Fernsehen auf die tiefenpsychologische Couch. Sein Fazit: Fernsehen erfülle in der heutigen Welt nicht mehr die Rolle der Flimmerkiste – es sei zum Rettungsschirm geworden, indem es unserem komplexen Alltag Struktur gebe.

Direkt im Anschluss zeigte Prof. Dr. Wolfgang Ullrich von der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe, wie Marken und Konsum unsere Gesellschaft prägen. Dem Marketing, so UIlrich, komme eine so verantwortungsvolle Aufgabe zu wie nie zuvor: "Werbung muss die Produktwerte inszenieren und dem Zuschauer damit zeigen, wie er sie in seinen Alltag integrieren kann."

Der Referent mit der weitesten Anreise, Prof. Dr. René Weber, von der University of California in Santa Barbara, bot spannende Einblicke in die Welt der Neurophysiologie. Auch wenn es den „Kaufen-Knopf“ im Gehirn nicht gebe – das Potenzial der Neuroforschung für die Werbung sei groß. Das Gehirn sei laut Weber ein System von Netzwerken und der Weg zum Erfolg führe über die Frage, welche Areale miteinander verknüpft seien.

Wie gut die beiden Gattungen TV und Online zusammenarbeiteten und wirkten, zeigte der Vortrag von David Brennan von der britischen Gattungsinitiative thinkbox.

Am Nachmittag beleuchtete Armin Jochum von Jung von Matt/Alster die Werbewirkung aus Sicht des Kreativprofis. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sei es die gute Idee, die Wirkung zeige. Jochums Forderung: „Kreative müssen Mut zeigen und große Ideen auch wirklich groß erzählen.“ Eine vernetzte Zusammenarbeit von Mediaplanern, Kreativen und Markenstrategen könne dabei etwas Außergewöhnliches schaffen.

Einen weiteren Beitrag zum Thema Kreativität lieferte Ralf Langwost, Inhaber von IdeaManagement, Frankfurt. Für eine überproportionale Werbewirkung, so der Kernaspekt des Vortrags, seien sieben Erfolgsfaktoren notwendig, die den Betrachter eines Spots innerlich sagen ließen, „Ja, das stimmt!“ und damit eine engere Bindung zur Botschaft und zur Marke schaffe.

Die erstaunlichen Wirkungsmechanismen von Fernsehen als Begleitmedium beleuchtete abschließend Dirk Ziems von concept m. Diese seien weit bedeutender als bislang vermutet: Werbebotschaften, die oft nur unbewusst wahrgenommen werden, entwickelten eine zum Teil sehr starke Wirkung. Zur bereits durch die AGF/GfK erhobenen Reichweite von Fernsehen komme damit gleichsam eine bislang „geheime“ Reichweite hinzu.

Im Anschluss an den Kongress feierten die Gäste in der angesagten King Kamehameha Suite auf der TV AD Night.

Der TV-Wirkungstag wird veranstaltet von IP Deutschland, SevenOne Media, ARD-Werbung SALES & SERVICES, ZDF Werbefernsehen, EL CARTEL MEDIA, VIACOM Brand Solutions, DISCOVERY NETWORKS Deutschland und TELE 5.